Die sagenhafte, abwechslungsreiche Landschaft von Nordwales ist reich an unverwechselbarer Kultur und Natur: Neben drei Gebieten von außerordentlicher Naturschönheit beeindrucken hohe Gipfel in der imposanten Bergkulisse, zwei UNESCO-Weltkulturerbestätten und einige der besten Abenteuer Großbritanniens. Neben dem mittelalterlichen Städtchen Conwy liegen hier im Norden die Gebiete von Denbighshire, Flintshire, Gwynedd sowie Wrexham und Ynys Môn (die Insel Anglesey).

Drei große A's

Nordwales ist ein Mekka für Abenteurer. Nicht umsonst gilt der Norden von Wales als das Zentrum für Abenteuer, Adrenalin und Aktivitäten in ganz Großbritannien.

Wanderer auf Crib Goch, Snowdonia
Wanderer auf dem Gipfel des Crib Goch im Snowdonia National Park

In der Luft und unter Tage

Ehemalige Schieferminen sind heute spannende Abenteuerzentren. Da wäre beispielsweise die schnellste Zipline der Welt (über 160 km/h) oder wie wäre es, unter Tage auf gigantischen Trampolinen durch Höhlen so groß wie Kathedralen zu hüpfen oder mit dem Mountainbike auf anspruchsvollen Downhill-Trails die Berge hinunterzurasen?

 

Besucher auf den unterirdischen Trampolinen hüpfen unter, Blaenau Ffestiniog, Nordwales
Person Reiten ein Zip Wire über Penrhyn Slate Quarry
Bounce Below und Zip World in Snowdonia, Nordwales

Auf dem Wasser

Segeln, Stand-Up-Paddling, Kajak- und Kanufahren oder Surfen: Wassersport kommt bei uns groß raus – auf unseren Seen, Flüssen oder im Meer. Und im Conwy Valley kann man im Adventure Parc Snowdonia sogar auf der perfekten Welle reiten, in der weltweit ersten Surfanlage im Landesinnern.

 

Stand-up paddleboarding in Portmeirion.
Stand-Up-Paddleboarding in Portmeirion, Nordwales

Hohe Berge

Im Mittelpunkt der schroffen, felsigen Bergwelt steht der Mount Snowdon. Doch er hat ernsthafte Konkurrenz von 13 benachbarten Gipfeln, die die Landschaft im Nordwesten dominieren. Der Mount Snowdon ist Namensgeber des Snowdonia Nationalparks – eine gewaltige und imposante Landschaft (823 km²) mit tiefen, atemberaubend schönen Schluchten wie dem Aberglaslyn Pass, mit Tälern voll uralter Eichenwälder, idyllischen Bergseen wie dem Llynnau Mymbyr oder herrlichen Wasserfällen wie den Aber Falls in der Nähe von Llanfairfechan.
 

Wandern auf dem Snowdonia Nationalpark.
Wanderer im Snowdonia Nationalpark

Höhen und Tiefen

Weiter östlich sind die Berge niedriger, aber nicht weniger spektakulär. Betörend schön sind die nebligen, launischen Denbigh Moors, auf Walisisch Mynydd Hiraethog („Die Hügel der Sehnsucht“). Das Grenzland wird von der Clwydian Range und dem Dee Valley bewacht, einem Gebiet von außerordentlicher Naturschönheit. Wandern Sie auf den grasbewachsenen Gipfel des Moel Famau und genießen Sie den weiten Blick bis hin zum Meer.

 

An der Küste

Wir haben hunderte Kilometer Küste alleine im Norden. Da sind die schöne Insel Anglesey (durch zwei Brücken mit dem Festland verbunden) und die wildromantische Halbinsel Llŷn, beides Gebiete von außerordentlicher Naturschönheit. An der Nordküste aufgereiht sind Buchten, lange Sandstrände und Badeorte, wovon das viktorianische Seebad Llandudno das berühmteste ist.

 

Leuchtturm auf Llanddwyn Island, Anglesey, Nordwales.
Porthdinllaen, Halbinsel Llŷn.
Llanddwyn Island vor Anglesey und Blick auf Porth Dinllaen auf der Halbinsel Llŷn, Nordwales

Unsere Stars

Wales ist das Land der Burgen – die meisten davon stehen im Norden. Die jahrtausendealten Festungen, von walisischen Prinzen und englischen Invasoren erbaut, prägen mit ihrer reichen Geschichte und Kultur die Landschaft. Die berühmtesten und mächtigsten drei, Beaumaris, Caernarfon und Conwy, tragen UNESCO-Weltkulturerbe-Status.

Etwas landeinwärts sind die beiden stimmungsvollen Ruinen Dolbadarn und Dolwyddelan Castle, erbaut vom walisischen Fürsten von Gwynedd, sehenswert.

 

Conwy Castle, Nordwales.
Conwy Castle, Nordwales

Die Geschichte des Schiefers

Penrhyn Castle in Bangor ist dagegen ein echter Newcomer. Das fabelhafte Schloss wurde im 19. Jh. von einem Schiefermagnaten erbaut und strotzt vor Prunk. Spannende Einblicke in das harte Leben der Bergarbeiter liefern das Nationale Schiefermuseum in Llanberis und das ehemalige Bergwerk in Blaenau Ffestiniog.

 

National Slate Museum, Llanberis, Nordwales.
Schiefermiene bei Blaenau Ffestiniog, Nordwales

Eine Sprachstunde

Die walisische Sprache ist besonders im Norden präsent. Man sieht sie auf Schildern und hört sie in den Straßen und Geschäften (natürlich neben Englisch). Sie ist eine der ältesten noch gesprochenen Sprachen Europas und untermauert die reiche Geschichte und Kultur von Wales. Mehr erfährt man im Nant Gwrtheyrn Welsh Language and Heritage Centre, spektakulär auf der Halbinsel Llŷn gelegen.

 

Nant Gwrtheyrn, Halbinsel Llŷn, Nordwales.
Nant Gwrtheyrn auf der Halbinsel Llŷn, Nordwales

Insider Tipps

  • Italien oder Wales? Portmeirion, das italienisch anmutende Dorf, ist beides.
  • „Kanal im Himmel“. In schwindelerregender Höhe trägt das Pontcysyllte Aquädukt, Weltkulturerbestätte, den Llangollen Canal über das Dee Valley.
  • Die Insel Anglesey erkundet man am besten auf dem Küstenweg. Wandern Sie am Strand entlang zur Gezeiteninsel Llanddwyn Island, dem romantischsten Platz in Nordwales.
  • Bodnant Garden, einer der schönsten Gärten Großbritanniens und ein farbenprächtiges Juwel mit wildromantischem Tal.
  • Nordwales ist ein Füllhorn voll regionaler Produkte vom Land und aus dem Meer – zu probieren auch auf dem Gwledd Conwy Feast, alljährlich im Oktober.

  

Pontcysyllte Aqueduct, Nordwales.
Portmeirion, Nordwales.
Das Pontcysyllte Aquädukt bei Llangollen und Portmeirion, Nordwales

Ähnliche Beiträge