Das ist Rugby. Das ist Wales.

Ich bin stolz auf meine Entwicklung vom jungen Spieler zum Kapitän der Nationalmannschaft

Ich habe eine tiefgehende Beziehung zum Rugby und bin mir völlig bewusst, wen ich vertrete und woher ich komme - ob das die Gower-Halbinsel, das Swansea-Tal oder mein Land ist. Ich bin jedes Mal stolz, wenn ich Wales repräsentiere.

Das walisische Trikot ist eine Ikone

Es verbindet die Helden von gestern mit den großartigen Spielern, die wir heute haben. Das Tragen dieser drei Federn verbindet uns mit der traditionellen walisischen Spielweise, die sich durch Flair und Mut auszeichnet. Als Spieler sind wir Hüter des Trikots und was dieses repräsentiert. Es geht um Erwartung und Verantwortung und vor allem darum, ein gutes Beispiel für die nächste Generation abzugeben.

Ross Moriarty, Rob Evans, Ken Owens and Alun Wyn Jones singing the anthem
Ross Moriarty, Rob Evans, Ken Owens und Alun Wyn Jones singen die Nationalhymne im Principality Stadium

Die Möglichkeit, weiterhin für Wales zu spielen, ist etwas, das ich nie für selbstverständlich halte

Es ist ein echtes Erfolgserlebnis, das zu tun, was ich mache. Als Spieler trägt man sein Herz auf der Zunge – und es ist umso schöner, wenn man gewinnt, weil man erkennt, was es für die Mannschaftskameraden um einen herum und die drei Millionen Menschen, die hinter einem stehen, bedeutet.

Das Land der Lieder begleitet einen überall hin, und das ist etwas ganz Besonderes

Es ist egal, wo man sich auf der Welt befindet: Die Unterstützung der walisischen Fans ist unglaublich. Wohin man auch geht – ob man Rugby spielt, Urlaub macht oder einfach die Straße entlang geht – man bekommt überall die Bestätigung, dass man sein Land vertritt. Und von seinen Mitspielern wird man wahrscheinlich mehr über sich selbst erfahren, als man von jedem Gegner lernen könnte.

Wales rugby fans in the street before a match wearing daffodil headbands
Wales v England, Guinness Six Nations - Group of fans ahead of the game posing for a selfie photograph
Wales Fans vor dem Guinness Six Nations Länderspiel zwischen Wales und England 2019

Als Kapitän von Wales habe ich die Spitze meines Sports erreicht, aber ich liebe meine Arbeit immer noch so wie am Anfang

Ganz ehrlich, ich fühle mich genauso wie vor vielen Jahren, als ich in der Mannschaftshierarchie aufgestiegen bin. Ich arbeite in einer Branche, die sehr transparent ist. Alle Außenstehenden haben eine Meinung und werden mir ohne Umschweife mitteilen, ob ich einen guten Job gemacht habe oder ob es Potenzial zur Verbesserung gibt. Kritik kommt postwendend, aber mein schärfster Kritiker bin immer noch ich!

Ich fahre täglich an meinen früheren Rugby-Clubs in Mumbles, Bonymaen und Swansea vorbei und vergesse nie, dass sie die Orte sind, die mich zu dem gemacht haben, der ich heute bin

Ich versuche nicht zu sehr ins Schwärmen zu geraten, aber mein Zugehörigkeitsgefühl bedeutet mir wirklich etwas und ich werde täglich daran erinnert. Es gibt Zeiten, in denen ich um 6 Uhr morgens das Haus verlasse und die Sonne über der Swansea Bay aufgeht, oder ich komme nach einem langen Trainingstag mit Sonnenuntergang nach Hause, und ich denke mir, dass ich in Südfrankreich oder irgendwo anders auf der Welt sein könnte - aber ich bin hier glücklich.

Three Gilbert rugby balls on grass
Aaron Wainwright of Wales wins a rugby line out during Wales v England
Rugby-Bälle auf dem Rasen während einer Trainingseinheit, und Aaron Wainwright gewinnt ein Line out gegen England im Principality Stadium

Egal welche Stadt, Dorf oder Gemeinde in Wales Sie besuchen, Sie werden ein Rugbyfeld vorfinden

Einige mögen denken, dass es ein stereotypes Bild von Wales ist, aber das Spiel verbindet wirklich Gemeinschaften. Es ist nicht nur ein Klischee. Ich weiß, dass der Fußball und andere Sportarten auf dem Vormarsch sind, und das ist gut so. Aber auch in den kleinsten Dörfern im hintersten Winkel von Wales finden Sie ein Feld und ein paar Rugbytore. Das ist so ziemlich einzigartig in Wales.

Die Welsh Rugby Union verdient enorme Anerkennung dafür, dass sie für uns Vorarbeit in Japan geleistet hat

Der Verband hat Wales als Rugbynation in Japan vertreten und starke Verbindungen dorthin geknüpft und man darf den Beitrag von Warren Gatland [Cheftrainer von Wales] zum kulturellen Austausch nicht vergessen. Als Neuseeländer weiß er, wie wichtig das Erbe der Māori ist und wie wichtig es ist, die Traditionen unseres Gastlandes zu respektieren. Ebenso möchten wir unsere Identität mit unseren Gastgebern teilen - sei es die Mannschaft, die walisische Lieder singt oder wie wir sonst unsere Verbundenheit mit unserer Sprache und Kultur zum Ausdruck bringen. Und wir haben mit Erstaunen die Bemühungen beobachtet, damit wir uns in den sozialen Medien wie zu Hause fühlen. Die Aufmerksamkeit, die Wales in Japan geschenkt wird, ist erstaunlich.

Alun Wyn Jones on the pitch at the end of Wales v South Africa in 2018
A Welsh flag with the Principality Stadium in the background
Warren Gatland during a training session with Wales players in the background
Alun Wyn Jones nach Wales' Sieg gegen Südafrika, die walisische Flagge, und Warren Gatland während einer Trainingseinheit

Die Wahl Japans als Gastgeber für die Weltmeisterschaft könnte das globale Spiel verändern

Dies ist meine vierte Weltmeisterschaft, und meine ersten drei – in Frankreich, Neuseeland und England – befanden sich alle in etablierten Rugby-Nationen, die bei dem Turnier eine wichtige Rolle gespielt haben. Ich weiß, dass in Japan andere große Sportereignisse wie die Fußball-Weltmeisterschaft und die Olympischen Spiele ausgetragen wurden, aber für Rugby könnte dies eine Wende bedeuten. Die lange Geschichte des Rugby in Japan ist vielen Leuten nicht bewusst. Der Sport orientiert sich stark an den nationalen Werten: tatsächlich ist Japan eine traditionelle Gesellschaft mit vielen Parallelen zu Wales.

The backs of the Wales players with the Principality Stadium in the background
Die walisischen Nationalspieler stellen sich für die Nationalhymne vor dem Spiel Wales gegen England im August 2019 im Principality Stadium auf

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