Die ehemalige Rugby-Union-Legende Shane Williams spricht über seine Karriere, die Orte, die ihm am Herzen liegen und was Wales ihm bedeutet.

Nirgends ist es wie zu Hause

Ich habe mein ganzes Leben in Wales gelebt, im Amman Valley. Auch wenn es mein Zuhause ist, zähle ich es immer noch zu meinen Lieblingsorten in Wales. Was ich besonders schön finde ist, dass es friedlich und ruhig ist – die Black Mountains ragen auf der einen Seite empor und die Betws Mountains auf der anderen Seite. Wenn man sich umschaut, ist man tief im Tal und das ist etwas ganz Besonderes für mich.

Shane Williams beim Radfahren in den Black Mountains, Brecon Beacons, Powys
Shane Williams beim Radfahren in den Black Mountains, Brecon Beacons, Powys
Shane beim Radfahren in den Black Mountains, Brecon Beacons, Powys

Ich denke, dass ich mein Zuhause liebe, weil ich dort mit so vielen Möglichkeiten aufgewachsen bin. Ich fahre mit dem Fahrrad nach Llangadog oder Llandovery und weil dort sehr wenig Verkehr herrscht, fühlt man sich so sicher, dass man die Aussicht wirklich unbeschwert genießen kann. Und wenn das nicht reicht, bin ich in zwanzig Minuten am Meer, egal ob ich nach Swansea oder Mumbles fahre. Als Kind ging ich immer runter ans Meer, um ein leckeres Eis zu essen – bei jedem Wetter. Ich besuche die Küste immer noch oft mit meiner Familie. Ich denke, es ist leicht, das für selbstverständlich zu halten, aber ich liebe es, das alles vor meiner Haustür zu haben.

Wales, unsere reiche Kultur und natürlich das walisische Rugby – es ist beinahe der Stoff, aus dem Mythen und Legenden gemacht sind. Ich bin ein sehr stolzer Waliser (wie Sie sehen können!) und für mich gibt es keinen Ort wie zu Hause, das ist sicher.

Bild der Three Cliffs Bay, aufgenommen von den Dünen aus mit Blick auf die Three Cliffs und das Meer.
Three Cliffs Bay, Halbinsel Gower, Swansea, Südwales

Wie aus dem Bilderbuch

Ich bin viel gereist und habe mit Sicherheit einige der malerischsten Orte der Welt gesehen, und ich würde sagen, dass Wales definitiv mit denen mithalten kann.

Man findet immer ein Ziel für einen Ausflug oder eine Radtour mit der Familie. Ich liebe es, ein Picknick einzupacken und einfach loszufahren, um einen Platz in einem Nationalpark zu finden, der viele Kilometer von üppigem Grün um sich hat. Man kann dort ganz für sich sein, stundenlang niemanden anders treffen, sich aber dennoch ganz sicher und willkommen fühlen.

Es gibt so viele Dinge, die man machen kann, aber manchmal ist es einfach die Ruhe und Ungestörtheit, die ich am meisten liebe. Ich gehe einfach spazieren und nehme mir etwas Zeit für mich selbst. Das Schöne daran ist, dass es viele Orte zu entdecken gibt.

Einer meiner Lieblingsorte, die ich in letzter Zeit besucht habe, ist Tenby. Ich hatte das Glück, dort einige Ironman-Wettbewerbe absolviert zu haben, und ich habe die Gegend wirklich gut kennengelernt. Es ist so ein hübsches Fischerdorf mit einem der saubersten Strände der Welt. Auch wenn ich dort jetzt Stammgast bin, kommt es mir immer noch so vor, als würde ich in die Landschaft auf einer Postkarte eintauchen. Es ist wunderschön.

Shane Williams im Neoprenanzug beim Training für den Ironman Wales Triathlon am North Beach in Tenby, wo er ins Meer läuft.
Shane Williams läuft am North Beach in Tenby entlang und trainiert für den Ironman Wales Triathlon.
Shane Williams trainiert für den Ironman Wales Triathlon am North Beach in Tenby

Wales und die Welt

Eine Sache, die mich besonders überrascht hat, war, dass egal wohin man in der Welt reist, man immer auf jemanden mit einer Verbindung zu Wales trifft. Derjenige ist vielleicht nicht selbst dorthin gereist, kennt aber einen Städtenamen oder eine Marke, die hier produziert wird.

Als ich in Japan war, habe ich kleine Flaschen Penderyn Whisky mitgenommen, damit die Leute ihn probieren konnten. Ich wollte ihnen helfen, Wales und unsere Kultur zu verstehen... und zu meiner Überraschung hatten einige der Einheimischen bereits davon gehört! Das zeigt einfach, dass wir als kleines Land durchaus mit den Großen mithalten können.

Die Leute merken immer wieder an, wie freundlich und einladend sie Wales finden. Ich finde das klasse. Ich würde behaupten, dass wir entspannt sind, aber Gastfreundschaft hier trotzdem großgeschrieben wird! So ist es auch, wenn man Wales erkundet – man kann mitten im Nirgendwo sein, um die totale Ruhe zu genießen, oder am selben Ort den ultimativen Nervenkitzel für Adrenalin-Junkies ausprobieren. Es gibt nicht viele andere Länder, die ich auf meinen Reisen besucht habe, die das bieten können...

Shane Williams beim Radfahren in den Black Mountains, Brecon Beacons, Powys.
Shane Williams radelt in den Black Mountains, Brecon Beacons, Powys

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